Was ist eine Wohnflächenberechnung und wie wird sie durchgeführt?
Die Wohnflächenberechnung ist ein wichtiges Dokument einer Immobilie. Sie wird unter anderem benötigt, um die Fläche beim Bau des Hauses oder der Wohnung darzustellen. Ebenso wird das Dokument auch für einen Bauantrag verwendet. Die Wohnflächenberechnung dient auch dazu, einem Mieter oder Käufer oder aber auch gegenüber einer Bank beim Antrag eines Immobiliendarlehns die Größe der entsprechenden Immobilie nachzuweisen. Doch wie wird eine Wohnfläche errechnet? Das und noch viel mehr erfahren Sie einfach erklärt in diesem Artikel.


Wie wird die Wohnfläche berechnet?
Bei der Wohnflächenberechnung nach der DIN-Norm 277 wird die Grundfläche einer Immobilie minus einen Aufschlag von 3 % für den Wandaufbau mit Putz und Tapete herangezogen. Außerdem werden vergleichsweise viele Flächen angerechnet und Räume zusammengezählt. Sie ist unter anderem Grundlage für die Berechnung der Mietflächen in Industrie- und Bürogebäuden. Bei dieser Berechnung wird häufig Wohnfläche und Nutzfläche gleichgesetzt, was zu hohen Abweichungen gegenüber der Berechnung nach der Wohnflächenverordnung führt. Beide Arten der Berechnung führen grundsätzlich zu einer validen und anerkannten Wohnflächenangabe. Grundsätzlich sollte man die Berechnung nach der Wohnflächenverordnung nutzen, da diese die gängigste Methode ist und vor Gericht anerkannt wird bzw. im Streitfall dort als Berechnungsmethode herangezogen wird.

Eine Besonderheit: Wohnflächen unter Dachschrägen
Neben diesen zwei gängigen Arten der Berechnung der Wohnfläche einer Immobilie gibt es noch zwei weitere Arten, welche wir Ihnen auch gerne erläutern, weil wir sie ebenfalls für wichtig befinden: Berechnung nach der DIN-Norm 283 und nach der zweiten Berechnungsverordnung. Hierbei handelt es sich um nicht mehr aktuelle Berechnungsverfahren zur Wohnfläche, welche aber teilweise noch Bestand haben. Insbesondere wenn in den vergangenen Jahren in der Immobilie keine baulichen Veränderungen durchgeführt worden sind.
Die größten Unterschiede und Gemeinsamkeiten haben wir in der folgenden Tabelle übersichtlich aufbereitet:


Welche Räume gehören zur Wohnfläche und wie werden sie angerechnet?

Was ist mit Räumen, die nicht eindeutig zur Wohnfläche gehören wie Schwimmbäder?

Welche Flächen gibt es noch?

Wieso ist eine korrekte Berechnung der Wohnfläche so wichtig?
Aber auch gerade bei der Finanzierung einer Immobilie mittels eines Immobiliendarlehns spielt die korrekte Angabe der Wohnfläche eine entscheidende Rolle. Banken nutzen Immobilienbewertungsberechnungen, welche stark von der Wohnfläche beeinflusst werden. Weicht nun die tatsächliche Wohnfläche von der ursprünglich bewerteten Wohnfläche ab, kann sich das Risiko für die Bank nach ihrem Modell erhöhen, wodurch sie höhere Zinsen oder mehr Sicherheiten verlangt hätte oder eine Finanzierung gar abgelehnt hätte. Bei der Vermietung einer Immobilie ist eine korrekt angegebene Wohnfläche ebenfalls wichtig. Der Mietpreis pro Quadratmeter Wohnfläche wird häufig zugrunde gelegt, um Immobilien miteinander zu vergleichen.
Darüber hinaus haben Mieter einen Anspruch darauf, nur das zu bezahlen, was sie auch tatsächlich nutzen. Daher ist es wichtig, dass die im Mietvertrag ausgewiesene Wohnfläche auch mit der tatsächlichen übereinstimmt. Ansonsten kann der Mieter eine negative Abweichung reklamieren und unter Umständen mindert sich dann entsprechend die Miete und Nebenkosten um die fehlenden Quadratmeter. Daneben gibt es in angespannten Wohnungsmärkten, wie es aktuell in den Großstädten der Fall ist, die Mietpreisbremse. Diese berechnet sich anhand vom Mietpreis pro Quadratmeter. Weicht nun die zugrunde zu legende Wohnfläche stark von der Realität ab, wird die Berechnung entsprechend positiv oder negativ verfälscht.

Wie können wir Sie bei der Berechnung der Wohnfläche unterstützen?
Alle Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Im Detail können wir jedoch keine Haftung übernehmen.

